Rock in Schroth 2016

18. Rock in Schroth Festival  am 26/27.08.2016
auch in 2017 gibt´s eine Neuauflage

 

Am letzten Augustwochenende fand in Hasselroth (Main-Kinzig-Kreis / Hessen) das 18. Rock in Schroth Festival statt. Es handelt sich hierbei um eine Benefiz-Veranstaltung, deren Erlös Projekten des Malteser Hilfsdienstes zu Gute kommt. In diesem Jahr wird ein rumänisches Weisenhaus im Rahmen einer Weihnachtspaketaktion sowie das lokale „Seniorenfrühstück“, eine Initiative für die älteren Bevölkerung eine Möglichkeit zum regelmäßigen Treffen und Austauschen zu bieten, begünstigt sein.
Nach einem Jahr Pause entschlossen sich die Organisatoren und Ausrichter, die Band ODIUM um Gründer Rochus Pfaff und der Malteser Hilfsdienst Ende letzten Jahres zu einer Neuauflage. Das Angagement, auch der unterstützenden Ortsvereine, wurde sichtlich belohnt – sogar Petrus steuerte seinen Teil mit hervoragenden Wetter bei.

 

Schwer, aber händelbar, wurde es für die Organisatoren bis kurz vor dem Festivalstart. Kurzfristige Bandabsagen zwangen Rochus Pfaff und Ralf Runkel noch am Donnerstag das Line-Up zu ändern, gottlob fanden sich im näheren Umkreis 2 Bands die sich spontan bereiterklärten, die freigewordenen Slots zu besetzen.

Start war am Freitag Nachmittag. Den Startschuß bildete die Band Toja. Mit Songs aus ihrem aktuellen Album „(SAD)-Songs of Hope“, das bereits 2013 erschienen ist, erklangen die ersten harten Rythmen über das Festivalgelände. Wenn auch zu Begin sich nur wenige Gäste auf dem Gelände befanden, gelang es den Jungs um Sänger Tommy schon mal ein Zeichen für die kommenden 2 Tage zu setzen: gradlinig – rockig – und harter Metal.

Im Anschluß übernahm die Band CUMA die Bühne. CUMA, aus dem benachbarten Erlensee, führten den durch Toja gelegten Grundstein fort. Die Band besteht in der heutigen Besetzung erneut seit 2014 als Cover-Band, eine erste Auflage mit einem Mix aus Cover und eigenen Songs gab es in den Jahren 2001 – 2004. Mit gecoverten Songs namhafter Bands wie Nirvana, Rage, Foo Fighters, u.v.m setzten sie einen ersten kleinen musikalischen Höhepunkt auf dem Festival.

Den Freitagabend eröffnete Scene X Dream. Die Band um Sänger Andi Sommer (früher unterwegs mit der Coverband Lanzer und der Metal-Band Everfest) heizte den nunmehr zahlreich erschienenen Festvalbesuchern ordentlich ein. Mit Ihrem Repertoir aus dem Album Identity von Dezember 2015 lockten sie die Metalfans erstmalig an diesem Tag direkt vor die Bühne und bereiteten so das Feld für den Headliner des Abends. In geselligen Beisammensein mit den Fans konnte im Anschluß an den Gig noch so mancher Small-Talk mit der Band gehalten werden. Zur großen Freude von Sänger Andi und den Festivalbesuchern versammelte sich die komplette alte Besetzung der Band Everfest. Mit Everfest schaffte es der Ausnahmesänger ehemals binnen kurzer Zeit auf das Wacken-OpenAir. Scene X Dream war nicht nur durch ihren Bekanntheitsgrad sondern auch musikalisch eine grandiose Bereicherung des diesjährigen Festivals.

Aber das Highlite stand noch bevor. Als Abschluss des Abends übernahm Metal-Attack das Zepter auf der Bühne. Mit einer gekonnten Cover-Mischung aus Heavy- Speed und Trash-Metal krönten sie mit Titeln von Metallica, Megadeth, Iron-Maiden, Slayer, u.v.m den ersten Tag des Festivals. Kompromisslos in Show und Sound, so beschreibt sich Metal Attack selber; und genau das boten sie Ihren Fans, die sich zahlreich vor der Bühne versammelten. Sänger Ratlaw heizte nicht nur stimmlich die bereits abgekühlten Tagestemperaturen wieder auf auch mit kleinen Show- und Gageinlagen konnte die Band die Begeisterung und Stimmung bis die letzte Note verklungen war auf dem Höhepunkt halten.

Der Samstag startete am Nachmittag mit den beiden Bands Fluxmeister und Fuel Inject. Auch hier waren, wohl auf Grund der doch großen Hitze zunächst nur wenige Gäste auf dem Gelände. Mit fortschreitender Zeit strömten aber immer mehr Fans, vorallem der Band Odium, auf das Festgelände.
FluXmeister aus Gelnhausen hat es sich auf die Fahne geschrieben vor allem mit deutschen Texten der Rock-Bereich zu erobern. Kein Cover, eigene Songs sollen es sein. Und das setzten sie auch um und bekamen, wenn man von den wenigen Zuschauern absieht auch den gebührenden Lohn. Eine Band die man sich sicherlich als Freund des Rock einmal antun sollte.

Im Anschluss übernahm Fuel Inject die Bühne. Ein großer Dank seitens der Veranstalter und des Publikums zollte der Band aus Friedberg, die für die sehr kurzfristig am Donnerstag ausgefallene italienische Band Nitehawks spontan einsprangen. Von ihnen wurde den Fans eine Packung Trash-Metal um die Ohren gehauen, und die ersten Fans trauten sich für ein kurzes Bangen vor die Bühne.

Als dritte Band des Tages übernahm Elvenpath die Bretter die die Welt bedeuten. Mit ihren harten Rythmen und einem Repertoir aus 4 CD´s stimmten sie das immer zahlreicher werdende Publikum auf die Highlites des Abends ein. Mit einer seit 2002 bestehenden Bandgeschichte und Touren mit Nahmhaften Bands durch Europa ein weitere große Nummer auf dem diesjährigen Festival. Auch seitens der Redaktion sei ein Dank an die Band gerichtet; spontan stand man einem Interview positiv gegenüber (siehe Link im Anschluss).

Traditionell übernahm dann Odium die Rolle des Co-Headliners. Im Rahmen der Back fraom the Death Tour zog der Lokalmatador das Publikum magisch vor die Bühne. Aus dem Aktuellen Album
„The Science of Dying“ wurden ebenso wie auch aus älteren Alben der harte Trash-Metal geboten. Die Band um Frontman Ralf Runkel blickt mitlerweile auf eine 23 jahrige Bandgeschichte zurück.
Höhen und Tiefen haben sie immer wieder erlebt – aber unterkriegen lassen sich Rochus Pfaff, Dave Hübsch, Belinda Ann Smaka und Marcel Müller nicht. Und das spürt man am Publikum das mit Jubel, Gesang, und Headbanging Odium den Lohn für ihre Mühen gibt. Nach Ende der aktuellen Tour wird sich Odium ins Studio zurückziehen um das neue Album aufzunehmen, welches dann vermutlich Anfang 2017 erhältlich sein wird. Auch Rochus Pfaff und Ralf Runkel sei für die Bereitschaft zu einem Interview gedankt. (siehe Link im Anschluss).

Der Absolute Headliner und krönende Abschluss des Festivals bildete die Band NITROGODS. Die 3 Vollblut-Rocker aus Hannover übernahmen das von Odium ordentlich aufgeheizte Publikum und führten langjähriger Bühnenerfahrung, harten Klängen, rauchiger Stimmlage – ja Rock ´n Roll vom feinsten – und einer Portion Witz und Pfiff das Publikum zu einem abermaligen Stimmungs-Hoch. Zerschmetternde Gitarrenklänge wie zu den Besten Zeiten von Motörhead oder The Who – das ist das Ziel und der Stiel der Hannoveraner. Und die Kunst dieses an die Fangemeinde rüberzubringen gelingt ihnen auf jeden Fall. Ein würdiger Headliner und Festivalabschluß des diesjährigen Rock in Schroth.

Wenige Stunde nach Ende des 18. RiS-Festivals verkündete Rochus Pfaff bereits das Wiedersehen in 2017. Auf Nachfrage der Redaktion wurde dies auch so bestätigt, ein genauer Termin wird noch nachfolgend Bekanntgegeben. Als bemerkswert muss man wieder einmal hervorheben, dass die Metal-Gemeinde eine zuverlässiges und friedvolles Publikum ist. Ausnahmslos eine friedliche und schöne Veranstaltung die seitens der Redaktion gerne im kommenden Jahr wieder begleitet wird.

Interviews

IMPRESSIONEN von Rock in Schroth 2016

ODIUM

Toja , CUMA

Scene X Dream

METALATTACK

Fluxmeister – FuelInject – Elvenpath

Nitrogods